Deutsche Sparer verlieren Jahr für Jahr viele Milliarden Euro

In kaum einem anderen Land sparen die Menschen so eifrig wie in Deutschland. Und trotzdem verlieren sie Jahr für Jahr viele Milliarden Euro. Der Grund: Die Deutschen legen ihr Geld zu großen Teilen in Geldanlagen an, deren Verzinsung deutlich unterhalb der Inflationsrate liegt. Dies wird bei der Auswertung des aktuellen comdirect Realzins-Radars deutlich.

Angesichts der durchschnittlichen Inflationsrate von 1,9 Prozent im 1. Quartal 2017 verlieren sie damit laut comdirect-Angaben jährlich rund 34,2 Mrd. Euro. Trotzdem setzen deutsche Sparer weiterhin auf Tagesgeld, Spareinlagen und Festgeld. 2,1 Bio. Euro haben sie darin angelegt. Das entspricht mehr als einem Drittel (38 Prozent) des gesamten Finanzanlagevermögens aller Deutschen. Dabei ist die Verzinsung dieser Geldanlagen in der jüngsten Vergangenheit drastisch gesunken. Aktuell verzinsen sie sich im Durchschnitt nur noch mit 0,27 Prozent p.a. Seit Beginn der Finanzkrise Ende 2008 ist die Verzinsung um 2,5 Prozentpunkte zurückgegangen. Berücksichtigt man die Inflation, liegt die reale Verzinsung dieser Sparprodukte sogar bei -1,63 Prozent, heißt es weiter.

Bildquelle: meineprivatenfinanzen.de

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