Klöckner & Co: Nicht nur die Digitalisierung schreitet voran

Trotz einer Stabilisierung am Stahlmarkt war im Fall der zuletzt arg gebeutelten Klöckner & Co-Aktie (WKN: KC0100 / ISIN: DE000KC01000) wenig von einem Turnaround zu sehen. Kann die voranschreitende Digitalisierung die Wende bringen?

Der Duisburger Stahlhändler Klöckner & Co profitierte zuletzt von einer Stabilisierung der Stahlpreise. Neben einem verbesserten Preisumfeld machten sich zusätzlich die Effekte aus Restrukturierungs- und Optimierungsmaßnahmen positiv bemerkbar. Nicht umsonst konnte das SDAX-Unternehmen am 26. April 2017 für die Zeit zwischen Januar und März das beste Quartalsergebnis seit sechs Jahren verkünden.

Höhere Preise sorgten für ein Umsatzplus im Vorjahresvergleich um 15,6 Prozent auf 1,6 Mrd. Euro. Das operative Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) konnte von 16 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum auf 77 Mio. Euro mehr als vervierfacht werden. Damit lag das Ergebnis sogar leicht über der prognostizierten Spanne von 65 bis 75 Mio. Euro. Das Konzernergebnis war mit 36 Mio. Euro wieder spürbar positiv. Im Vorjahr stand ein Minus von 14 Mio. Euro zu Buche.

Auch für das laufende zweite Quartal stellt das Management weiterhin eine sehr robuste Ergebnisentwicklung mit einem EBITDA in der Spanne von 60 bis 70 Mio. Euro in Aussicht. Das Konzernergebnis soll laut Unternehmensprognose erneut positiv ausfallen. Im Gesamtjahr sollten das EBITDA und das Konzernergebnis insbesondere wegen des deutlich besseren ersten Quartals, einer leicht anziehenden Nachfrage und den diesjährigen Effekten aus den Restrukturierungs- und Optimierungsmaßnahmen merklich ansteigen.

Allerdings will man sich bei Klöckner & Co nicht nur auf eine Erholung am Stahlmarkt verlassen. Besonders stolz wurde der wachsende Anteil der über digitale Kanäle erzielten Erlöse präsentiert. Im ersten Quartal 2017 stieg dieser von 12 Prozent im Schlussquartal 2016 auf nun 14 Prozent. Ein wichtiges Thema ist der 3D-Druck. Über die Venture Capital Tochter kloeckner.v hat sich Klöckner & Co im April mit einem Minderheitsanteil an dem Technologie-Start-up BigRep beteiligt und steigt damit in den Zukunftsmarkt der additiven Fertigung ein. BigRep ist Entwickler und Hersteller des größten serienmäßig verfügbaren 3D-Druckers der Welt, sowie Berater für Anlagenlösungen der additiven Fertigung.

So erfreulich die jüngste Ergebnisentwicklung und der Vorstoß in neue Geschäftsbereiche auch sein mögen, so enttäuschend ist der Kursverlauf der Klöckner & Co-Aktie. Seit Jahresbeginn weisen die Anteilsscheine die mit Abstand schlechteste Performance im SDAX auf. Trotzdem sind die Anteilsscheine aus bewertungstechnischer Sicht nicht als Schnäppchen zu bezeichnen. Laut FactSet-Schätzung lieg das Kurs-Gewinn-Verhältnis für 2018 bei etwas über 15. Nach dem jüngsten Kurssturz dürften sich Schnäppchenjäger und Turnaround-Trader möglicherweise einen etwas günstigeren Einstieg wünschen.

Spekulative Anleger, die steigende Kurse der Klöckner & Co-Aktie erwarten, könnten mit einem WAVE XXL-Call der Deutschen Bank (WKN: DM471M / ISIN: DE000DM471M0) auf ein solches Szenario setzen. Der Hebel dieses Open-End-Papiers liegt derzeit bei 12,50, die Knock-Out-Schwelle bei 8,95 Euro. Wer aber als spekulativer Anleger eher short-orientiert ist, könnte mit einem WAVE XXL-Put der Deutschen Bank (WKN: DM2QFH / ISIN: DE000DM2QFH6, aktueller Hebel 3,31; Knock-Out-Schwelle bei 11,10 Euro) auf fallende Kurse der Klöckner & Co-Aktie setzen.

Stand: 29.06.2017/ Ein Gastkommentar von Nicolai Tietze, Direktor db x-markets

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Bildquelle: Pressebild Klöckner & Co SE

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