Bei Silber werden die Karten neu gemischt

Ähnlich wie sein „großer Bruder“ Gold hat auch Silber im bisherigen Jahresverlauf eine beeindruckende Entwicklung aufzuweisen. Seit Jahresbeginn konnten die Silbernotierungen eine steile Aufwärtsbewegung hinlegen. Jetzt bleibt die Frage, ob die Preise in diesem Tempo weiter steigen könnten.

Ein wichtiger Faktor für den jüngsten Preisanstieg bei Silber war der letztlich überraschende Ausgang der britischen Abstimmung vom 23. Juni über den Verbleib des Vereinigten Königreichs in der EU. Investoren wurden von dem Ausgang des Referendums auf dem falschen Fuß erwischt, entsprechend verstärkten sich die Unsicherheiten noch weiter.

In solchen Marktphasen wenden sich dann Investoren gerne sogenannten Sicherheitsinvestments zu. Zu den „sicheren Häfen“ gehören der US-Dollar, deutsche Staatsanleihen, der Schweizer Franken, der japanische Yen, aber auch Edelmetalle wie Gold und Silber. Kein Wunder also, dass die Silberpreisrallye zuletzt sogar einen deutlichen Schub erfahren hatte.

Lange Zeit hatten sich Silberpreis-Bullen auch auf eine anhaltend lockere Geldpolitik der US-Notenbank Fed eingestellt. Silber, Gold & Co werden in der Regel in US-Dollar gehandelt. Niedrige Leitzinsen in Amerika dürften aller Voraussicht nach für einen schwächeren „Greenback“ und damit auch für eine höhere Nachfrage nach Edelmetallen wie Silber sorgen. Angesichts der allgemeinen Marktunsicherheiten und der schwächer werdenden Erholung der US-Wirtschaft verdichteten sich die Anzeichen, wonach die Fed mit weiteren Zinserhöhungen warten würde. Jedoch dürfte der jüngste US-Arbeitsmarktbericht für eine Neubewertung der Lage gesorgt haben:

Laut Angaben des US-Arbeitsministeriums vom 8. Juli wurden im vergangenen Monat in der heimischen Privatwirtschaft 287.000 neue Stellen geschaffen. Laut Dow Jones Newswires-Konsens hatten Analysten gerade einmal ein Plus von 165.000 neuen Arbeitsplätzen erwartet. Zwar wurde der Mai-Wert deutlich nach unten korrigiert, dafür wurden für den Monat April deutlich mehr neue Stellen gemeldet. Während die Arbeitslosenquote von 4,7 auf 4,9 Prozent kletterte, wurden wiederum höhere Löhne verzeichnet. Insgesamt schienen die Marktteilnehmer die neuesten Arbeitsmarktdaten mit Erleichterung zur Kenntnis zu nehmen, da sie eine weitere Erholung am US-Arbeitsmarkt und auch in der gesamten Volkswirtschaft in den USA signalisieren.

Nach diesem Arbeitsmarktbericht dürften Leitzinserhöhungen vonseiten der Fed wieder zu einem Thema werden. Vor allem, wenn sich die allgemeinen Unsicherheiten rund um die „Brexit“-Abstimmung legen. Sollte die Fed tatsächlich die Leitzinsen weiter anheben, dürften sich Silberpreis-Bullen aufgrund eines stärker werdenden US-Dollar ärgern. Auf der anderen Seite wird Silber auch in der Industrie benötigt. Da Leitzinserhöhungen vonseiten der Fed eine Konjunkturerholung implizieren, könnte dies bedeuten, dass das Edelmetall stärker nachgefragt wird und sich auf diese Weise möglicherweise höhere Preise ergeben.

Spekulative Anleger, die steigende Notierungen bei Silber erwarten, könnten mit einem Faktor-Long-Zertifikat mit dem Hebel (Faktor) von 4 der Deutschen Bank (WKN DL4XAG) auf ein solches Szenario setzen. Wer aber als spekulativer Anleger eher short-orientiert ist und auf fallende Silberpreise setzen möchte, erhält mit einem Faktor-Short-Zertifikat mit dem Hebel (Faktor) 4 der Deutschen Bank (WKN DL4SLV) die Gelegenheit dazu.

Stand: 14.07.2016/ Ein Gastkommentar von Nicolai Tietze, Direktor db x-markets

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Bildquelle: Pressefoto Heraeus

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