Barrick Gold: Jackson Hole ist überall

Seit einiger Zeit bewegt sich der Goldpreis in einem Zickzackkurs lediglich seitwärts. Dies führte dazu, dass auch die Barrick-Gold-Aktie (WKN: 870450 / ISIN: CA0679011084) kaum vom Fleck kam. Die Aussicht auf eine geldpolitische Straffung in der Eurozone und der Ausgang des jüngsten Gipfeltreffens von Notenbankern und anderen wichtigen Wirtschaftswissenschaftlern in Jackson Hole dürften jedoch Anleger, die es mit Minenwerten halten, und Gold-Fans positiv gestimmt haben.

Zwischen dem 24. und 26. August trafen sich Fed-Chefin Janet Yellen, EZB-Chef Mario Draghi & Co in Jackson Hole, im US-Bundesstaat Wyoming. Die Erwartungen an das diesjährige Treffen waren groß. Die Teilnehmer sollten sich mit wichtigen Themen wie Inflation, der Geldpolitik, den geplanten Finanzmarktreformen der neuen US-Regierung oder der Konjunktur beschäftigen. Allerdings wurde im Nachhinein klar, dass die Erwartungen dann doch zu groß waren. Yellen, Draghi & Co zeigten sich mit ihren Aussagen in Bezug auf weitere Schritte der wichtigsten Notenbanken sehr sparsam. Trotzdem dürften Gold-Fans und Minenbetreiber wie der kanadische Marktführer Barrick Gold über den Ausgang des Gipfels nicht unglücklich gewesen sein.

EZB-Chef Mario Draghi verzichtete darauf, neue Maßnahmen anzukündigen, um gegen den zuletzt deutlich stärker gewordenen Euro vorzugehen. Dies führte dazu, dass die europäische Gemeinschaftswährung kurz nach Jackson Hole an Wert zulegen konnte. Während zu Beginn des Jahres 2017 noch von einer Euro/Dollar-Parität gesprochen wurde, sind wir davon inzwischen weit entfernt. Ein schwächerer US-Dollar ist in der Regel gut für den Goldpreis. Da das Edelmetall in der US-Währung gehandelt wird, fällt die Goldbeschaffung günstiger aus, was sich wiederum positiv auf die Nachfrage und damit auch die Aktienkurse von Minenbetreibern wie Barrick Gold auswirkt.

Die Kanadier waren zuletzt jedoch nicht nur auf einen höheren Goldpreis angewiesen, um ihre Gewinne zu steigern. Auch Kostensenkungen führten dazu, dass der um Einmaleffekte bereinigte Gewinn im zweiten Quartal 2017 auf 261 Mio. US-Dollar, nach 158 Mio. US-Dollar im Vorjahr, ansteigen konnte. Wenn man die jüngsten Anteilsverkäufe mit einbezieht, kletterte der Nettogewinn sogar auf 1,08 Mrd. US-Dollar. Diese Angaben machte der Konzern am 26. Juli. Zudem wurde die Verschuldung weiter nach unten gefahren.

Trotz dieser Erfolge gilt es herauszustellen, dass es zuletzt immer wieder die Entwicklung des Goldpreises war, die den Kurs der Barrick-Gold-Aktie bewegte. Dabei ist es alles andere als ausgemacht, dass sich der Euro immer stärker gegenüber dem US-Dollar zeigen dürfte. Schließlich sind der Aufschwung am US-Arbeitsmarkt und in der US-Wirtschaft derart stabil, dass die Notenbank Fed die Leitzinsen weiter anheben dürfte. Die EZB ist ihrerseits noch weit davon entfernt, eine Leitzinswende zu vollziehen, so dass eine nachhaltige Goldpreis-Rallye und eine Kurserholung bei Barrick Gold weiter auf sich warten lassen könnten.

Spekulative Anleger, die steigende Kurse der Barrick-Gold-Aktie erwarten, könnten mit einem klassischen Optionsschein Call der Deutschen Bank (WKN: DM6D5L / ISIN: DE000DM6D5L0, Laufzeit bis zum 12.06.2019) auf ein solches Szenario setzen. Der Hebel dieses Optionsscheins liegt derzeit bei 8,65. Wer aber als spekulativer Anleger eher short-orientiert ist, könnte mit einem klassischen Optionsschein Put der Deutschen Bank (WKN: DM6D5M / ISIN: DE000DM6D5M8, aktueller Hebel 13,53; Laufzeit bis zum 12.06.2019) auf fallende Kurse der Barrick-Gold-Aktie setzen.

Stand: 29.08.2017/ Ein Gastkommentar von Nicolai Tietze, Direktor db x-markets

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Bildquelle: Pressefoto Deutsche Börse AG

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