DAX-Bullen wollen sich nicht so schnell geschlagen geben

Plötzlich war irgendwie der Wurm drin. Der DAX musste seine Rekordjagd unterbrechen. EZB-Chef Mario Draghi soll schuld gewesen sein. So schnell dürften sich die Bullen jedoch nicht geschlagen geben.

Das erste Halbjahr 2017 hat der DAX mit einem Plus von mehr als 7 Prozent beendet. Das wichtigste deutsche Börsenbarometer konnte dabei neue Rekordstände erreichen. Später stand sogar der Kampf um die psychologisch wichtige 13.000-Punkte-Marke im Fokus. Bei diesem mussten die DAX-Bullen jedoch einen Rückzieher machen. Für den Monat Juni wurden bereits Kursverluste ausgewiesen. Viele Anleger am deutschen Aktienmarkt fragen sich daher, ob die zweite Jahreshälfte 2017 ähnlich positiv verlaufen kann wie die ersten sechs Monate des Jahres insgesamt.

Entscheidend dafür dürften die weiteren Schritte der Europäischen Zentralbank (EZB) sein. Wie sensibel Börsianer auf Aussagen von EZB-Chef Mario Draghi oder Interviews von Janet Yellen reagieren, wurde in den vergangenen Wochen sehr deutlich. In den meisten Fällen wird die extrem lockere Geldpolitik der wichtigsten Notenbanken der vergangenen Jahre als Grund für die positive Entwicklung an den weltweiten Börsen genannt.

Diese hat uns nicht nur niedrige Zinsen, sondern auch steigende Aktienkurse beschert. In vielen Marktkommentaren ist von der lockeren Geldpolitik als Lieblingsspielzeug von Börsianern oder einer Droge die Rede. Inzwischen fürchten Aktienmarktteilnehmer offenbar, dass die EZB, Fed & Co ihnen ihr Lieblingsspielzeug wegnehmen oder sie auf Entzug setzen könnten.

Hierzulande sorgte insbesondere EZB-Chef Mario Draghi für Aufsehen. Am 27. Juni sprach er auf einer Notenbank-Konferenz im portugiesischen Sintra. Marktteilnehmer interpretieren seine Aussagen in Bezug auf die sich erholende Wirtschaft in Europa und die schwindenden Gefahren einer Deflation als Anzeichen für einen bevorstehenden Schwenk in der Geldpolitik der EZB. Die Folge war ein deutlicher Anstieg des Eurokurses gegenüber dem US-Dollar. Daraufhin legte der DAX wiederum den Rückwärtsgang ein. Schließlich sind in der ersten deutschen Börsenliga, genauso wie in der Gesamtwirtschaft, viele exportstarke Unternehmen zu finden. Eine stärkere europäische Gemeinschaftswährung sorgt dafür, dass sich ihre Waren auf dem Weltmarkt verteuern und die Nachfrage sinkt. Während spekuliert wird, ob die EZB ihre Geldpolitik straffen könnte, ist die Fed längst dabei, diese zu „normalisieren“ und die Leitzinsen anzuheben.

Auch wenn die Aussicht auf eine Straffung der Geldpolitik wichtiger Notenbanken für eine Unterbrechung der jüngsten Kursrallye an den Aktienmärkten gesorgt hat, heißt dies nicht, dass DAX & Co ihre Rekordjagd nun endgültig abblasen müssen. In den USA hoffen Börsianer noch auf eine Steuerreform und Infrastrukturinvestitionen. Hierzulande hilft die positive wirtschaftliche Entwicklung. Deutschland, als die größte Volkswirtschaft Europas, dient als Zugpferd. Schließlich erreichte der ifo Index, das wichtigste deutsche Konjunkturbarometer, zuletzt seinerseits neue Rekordstände. Eine starke Konjunktur könnte die Unternehmensgewinne und damit letztlich die Aktienkurse ankurbeln. Geldpolitik hin oder her.

Spekulative Anleger, die jedoch steigende DAX-Kurse erwarten, könnten mit einem WAVE XXL Call der Deutschen Bank (WKN: DL9SXM / ISIN: DE000DL9SXM1) auf ein solches Szenario setzen. Der Hebel dieses Open-End-Papiers liegt derzeit bei 6,62, die Knock-Out-Schwelle bei 10.690,00 Indexpunkten. Wer aber als spekulativer Anleger eher short-orientiert ist, könnte mit einem WAVE XXL Put der Deutschen Bank (WKN: DM11JZ / ISIN: DE000DM11JZ9, aktueller Hebel 5,90; Knock-Out-Schwelle bei 14.170,00 Indexpunkten) auf fallende DAX-Notierungen setzen.

 

Stand: 06.07.2017/ Ein Gastkommentar von Nicolai Tietze, Direktor db x-markets

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