Niedrigzinsphase sorgt bei institutionellen Anlegern für ein Umdenken

Die Niedrigzinsphase führt europaweit zu deutlichen Verschiebungen in den Portfolios der institutionellen Anleger. Seit 2010 sinkt der Anteil der Anleihen, während neben Aktien und Immobilien vor allem alternative Anlagen zulegen. Dies zeigt der Mercer European Asset Allocation Survey 2017.

„Der Trend zu alternativen Investitionen liegt nicht ausschließlich in den extrem niedrigen Zinsen für europäische Staatsanleihen begründet“, sagt Herwig Kinzler, Chief Investment Officer bei Mercer in Deutschland. „Es sind auch die reiferen Märkte für Private Debt, Private Equity und Infrastrukturinvestitionen, die aktiv Kapital an sich ziehen und dafür attraktive Renditen versprechen.“

Angeführt wird der Rückzug aus den klassischen Anleihen laut Mercer-Angaben im europaweiten Vergleich von den regulierten deutschen Investoren, zu denen zum Beispiel die Pensionskassen gehören. Diese Investoren haben ihren Portfolioanteil an Anleihen in den letzten sechs Jahren mehr als halbiert, von 85 Prozent im Jahr 2010 auf inzwischen nur noch 41 Prozent. Dafür stieg der Anteil der Immobilien und alternativen Anlagen in ihren Portfolios auf 46 Prozent, heißt es weiter.

Bildquelle: meineprivatenfinanzen.de

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