Verzinsung von Tagesgeld, Festgeld und Spareinlagen zum Teil deutlich unter der Inflationsrate

Steigende Inflation und ein nahezu bei null notierender Zins haben im ersten Quartal 2017 zu einem Realzins von -1,6 Prozent bei Tagesgeldern, Festgeldern und Spareinlagen geführt. Trotzdem halten die deutschen Sparer laut comdirect an diesen Anlageformen fest.

Setzt sich diese Entwicklung fort, verlieren sie dadurch in den kommenden 20 Jahren laut comdirect-Angaben mehr als 550 Mrd. Euro. Das sind 14.000 Euro pro Haushalt. Drei Jahre spart ein Haushalt im Durchschnitt, um diesen Betrag zu erreichen. Zu diesen Ergebnissen kommt der comdirect Realzins-Radar, der gemeinsam mit Barkow Consulting entwickelt wurde.

Neu ist die Entwicklung nicht. Seit 2010 liegt die Verzinsung von Tagesgeld, Festgeld und Spareinlagen zum Teil deutlich unter der Inflationsrate. 1.300 Euro hat jeder Haushalt dadurch bislang verloren – insgesamt beläuft sich der Wertverlust seit Oktober 2010 auf 51 Mrd. Euro. Der Vorliebe für niedrig verzinste Geldanlagen tut dies jedoch keinen Abbruch, im Gegenteil: Seit 2008 stieg das Finanzvermögen hierzulande um etwa 1,5 Bio. Euro auf etwa 5,6 Bio. Euro. 38 Prozent davon, also 2,1 Bio. Euro, sind Geldanlagen wie Tagesgeld, Festgeld und Spareinlagen, heißt es weiter.

Bildquelle: meineprivatenfinanzen.de

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