Zunehmende Marktunsicherheit macht sich auch bei ETFs bemerkbar

Im August 2016 verlangsamten sich die Flüsse auf dem europäischen ETF-Markt. Die Nettomittelzuflüsse summierten sich auf 4,7 Mrd. Euro und liegen damit noch immer um 21 Prozent über dem 1-Jahres-Monatsdurchschnitt. Dies geht aus dem aktuellen „Lyxor ETF Barometer“ hervor.

Das insgesamt in ETFs verwaltete Vermögen stieg laut Lyxor-Angaben im Vergleich zum Jahresende 2015 um 7 Prozent auf nun 481 Mrd. Euro, bei einem leicht steigenden Markteinfluss von 3,9 Prozent. In einem Umfeld zunehmender Unsicherheit konnten Schwellenländer- und Unternehmensanleihen-ETFs aus dem Investment Grade Bereich den Großteil der Zuflüsse auf sich vereinigen, heißt es weiter.

Die Zuflüsse im Bereich entwickelter Märkte waren indes mit 339 Mio. Euro begrenzt. In den USA kam es mit Unterstützung positiver Wirtschaftsdaten zu Zuflüssen in Höhe von 1,2 Mrd. Euro. Umgekehrt führten weniger positive Wirtschaftsdaten in Europa zu Rückflüssen aus europäischen ETFs in Höhe von 1,1 Mrd. Euro.  Da sich die Flüsse insgesamt auf marktbreite Indizes konzentrierten, scheinen sich Investoren vor der Zinsentscheidung der Fed taktisch zu positionieren. Das Momentum im Bereich der Smart Beta-ETFs ist zurückgegangen, die Zuflüsse in diesem Bereich betrugen nur noch 435 Mio. Euro, nachdem es im Juli noch zu einem 1-Jahres-Rekordhoch gekommen war; dabei bevorzugten Investoren in diesem Monat Faktor-Dividenden- und Faktor-Allokations-Produkte gegenüber Minimum-Varianz-ETFs bei ihrer Suche nach alternativen Renditequellen, so Lyxor.

Bildquelle: meineprivatenfinanzen.de

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