Anleger ziehen Gelder aus dem ETF-Markt ab

Im Februar zogen Anleger erstmals seit zwölf Monaten netto Gelder aus dem europäischen ETF-Mark ab – insgesamt 271 Mio. Euro. Gegenüber dem Jahresende 2015 fiel das insgesamt in ETFs verwaltete Vermögen um 5 Prozent auf 428,5 Mrd. Euro, bei einem negativen Markteinfluss von -4,2 Prozent. Dies geht aus dem aktuellen „Lyxor ETF Barometer“ hervor.

Während Aktien-ETFs laut Lyxor-Angaben von dem zunehmend riskanten Marktumfeld getroffen wurden, profitierten Staatsanleihen-ETFs von ihrem Status als sichere Häfen. Bei Aktien-ETFs kam es zu Rekordrückflüssen in Höhe von 2,4 Mrd. Euro. Sämtliche Aktien-ETFs auf Indizes der Industrieländer waren von diesen Rückflüssen betroffen. Europäische Regionen-ETFs verzeichneten mit 1,1 Mrd. Euro ebenfalls Rückflüsse und verbuchten damit den ersten negativen Monat seit April 2015. Auch bei US-amerikanischen und japanischen Aktien-ETFs kam es mit -821 Mio. Euro bzw. -442 Mio. Euro zu Rückflüssen. Aktien-ETFs der Schwellenländer verzeichneten allerdings nur geringe Rückflüsse in Höhe von 124 Mio. Euro, wobei es zu Zuflüssen in marktbreite Schwellenländer-ETFs in Höhe von 196 Mio. Euro kam. Bei Smart Beta-ETFs kam es zu signifikanten Zuflüssen in Höhe von 907 Mio. Euro, welche sich vor allem auf defensive Strategien konzentrierten, heißt es weiter.

Die Nettomittelzuflüsse im Anleihebereich sahen eine Trendwende und betrugen 1,9 Mrd. Euro. Die Zuflüsse in ETFs auf europäische Staatsanleihen waren mit 871 Mio. Euro beachtlich. Diese profitierten von der Erwartung neuer geldpolitischer Lockerungen. Auf der Suche nach sicheren Anlagemöglichkeiten in einem hochvolatilen Marktumfeld favorisierten Investoren zudem US-amerikanische und deutsche Staatsanleihen, welche Zuflüssen in Höhe von 417 Mio. Euro bzw. 332 Mio. Euro verbuchten. Unternehmens- und Hochzinsanleihen ETFs sahen mit 380 Mio. Euro Nettomittelzuflüssen, welche sich vor allem auf US-amerikanische Indizes konzentrierten, eine leichte Trendwende. Rohstoff ETFs verzeichneten 216 Mio. Euro Nettomittelzuflüsse, welche größtenteils durch 140 Mio. Euro Zuflüsse in Gold Produkte getrieben wurden, so Lyxor.

Bildquelle: meineprivatenfinanzen.de

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