Verhaltener Jahresauftakt für den europäischen ETF-Markt

Im Januar summierten sich die Nettomittelzuflüsse auf 1,9 Mrd. Euro. Sie lagen damit um 64 Prozent unter dem 1-Jahres-Durchschnitt. Gegenüber dem Jahresende 2015 fiel das insgesamt in ETFs verwaltete Vermögen um 4 Prozent auf nun 432,8 Mrd. Euro. Dies geht aus dem aktuellen „Luxor ETF Barometer“ hervor.

In einem volatilen Marktumfeld verstärkten Unsicherheiten über China und die weitere Entwicklung des Ölpreises und der Schwellenländer die Sorgen auf der Anlegerseite. Folglich konzentrierten sich die Zuflüsse im Wesentlichen auf europäische ETFs, während es bei Schwellenländer-ETFs zu Abflüssen kam, heißt es weiter.

Aktien-ETFs erreichten laut Angaben der Anlagegesellschaft Lyxor Zuflüsse in Höhe von 1,3 Mrd. Euro. Bestärkt durch die weiterhin expansive Geldpolitik Mario Draghi’s verzeichneten europäische Aktien-ETFs Zuflüsse in Höhe von 2,7 Mrd. Euro. Die Zuflüsse bei amerikanischen Aktien-ETFs waren zwar durchgehend positiv, jedoch mit 209 Mio. Euro eher begrenzt. Die Zuflüsse in japanische Aktien-ETFs drehten nach einem positiven Start in der ersten Monatshälfte ins Negative. Vor dem Hintergrund der Entwicklungen in China, die einen negativen Einfluss auf den asiatischen Markt insgesamt hatten, kam es zu Rückflüssen von insgesamt 816 Mio. Euro. Aktien-ETFs der Schwellenländer konnten die Trendwende aus dem vierten Quartal 2015 nicht fortsetzen und verzeichneten Rückflüsse in Höhe von 1 Mrd. Euro. Damit waren die Abflüsse höher als im gesamten Jahr 2015 (-965 Mio. Euro). Aufgrund der Turbulenzen auf dem chinesischen Aktienmarkt (Kursrückgänge in Höhe von 23,5 Prozent des CSI 300 NTR in Euro während eines Monats) kam es sowohl bei marktbreiten Indizes der Schwellenländer (-561 Mio. Euro) als auch bei asiatischen Indizes (-511 Mio. Euro) zu Mittelabflüssen, so Lyxor.

Bildquelle: meineprivatenfinanzen.de

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