Rohöl: Müssen Anleger sich in 2016 auf weitere Preisstürze einstellen?

Ölpreis-Bullen, die sich nach dem Preissturz in der zweiten Jahreshälfte 2014 eine Erholung der Notierungen in 2015 gewünscht hatten, wurden herbe enttäuscht. Der Preis für das „schwarze Gold“ geriet sogar noch mehr unter Druck. Kurzfristig scheint sich daran auch nichts zu ändern, mittel- bis langfristig bleiben jedoch Hoffnungsschimmer.

Aktuell müssen sich Rohstoffinvestoren erst einmal weiter mit Preisen – sowohl für die US-Sorte WTI als auch für die Nordseesorte Brent – im Bereich ihrer Mehrjahrestiefs begnügen. Auch zu Beginn dieses Jahres stehen weiterhin der Kampf um Marktanteile am weltweiten Ölmarkt und die damit verbundenen Überkapazitäten im Fokus. Es tritt zum Beispiel die Organisation erdölexportierender Länder (OPEC) gegen die Schieferöl-Produzenten aus den USA an.

Länder wie Saudi-Arabien wollen sich keine Marktanteile abjagen lassen, indem sie (wie von einigen Mitgliedern der Organisation gefordert), ihre Produktion preisstützend drosseln. Stattdessen geht es eher darum die hochverschuldeten und manchmal mit sehr hohen Produktionskosten operierenden Unternehmen in der US-Fracking-Industrie aus dem Geschäft zu drängen. Fragt sich nur, wer am Ende den längeren Atem hat. Schließlich müssen die OPEC-Mitglieder keineswegs nur an ihre Förderkosten denken, sondern auch daran, dass sie mit den Einnahmen aus den Ölverkäufen ihre Haushalte finanzieren.

Während die weltweit wichtigsten Ölförderer noch eine ganze Weile die Produktion hoch halten dürften, lässt eine nennenswerte Entlastung von der Nachfrageseite weiter auf sich warten. Neben einem relativ milden Winter, der die Nachfrage nach Heizöl gedrückt hat, haben diverse wichtige Schwellenländer mit einer schwierigen Konjunktur zu kämpfen. Sie benötigen den Schmierstoff der Weltwirtschaft schlicht nicht mehr in dem gleichen Maße wie in den vergangenen Jahren.

Zudem hat die US-Notenbank Fed Mitte Dezember 2015 den Ölpreis-Bullen mit ihrer ersten Leitzinserhöhung seit fast zehn Jahren keinen Gefallen getan – und in 2016 dürften weitere Zinsschritte folgen, was den Greenback weiter aufwerten dürfte. Da jedoch Rohstoffe wie Öl in der Regel in der US-Währung gehandelt werden, wird die Beschaffung verteuert und dies wiederum dürfte sich negativ auf die Nachfrage und damit den Preis auswirken.

Im weiteren Jahresverlauf 2016 könnte aber eine mögliche erste Produktionskürzung in den USA nach vielen Jahren des Booms für Entlastung und steigende Preise beim Rohöl sorgen. Allerdings bleibt die Frage, ob besagte Produktionskürzungen in den Vereinigten Staaten nicht einfach von den steigenden Ausbringungsmengen wichtiger OPEC-Staaten überkompensiert werden – dann
könnte 2016 für die Ölpreise-Bullen durchaus ähnlich enttäuschend ausfallen wie das Vorjahr…

Spekulative Anleger, die steigende Notierungen bei der Ölsorte Brent erwarten, könnten mit einem Faktor-Long-Zertifikat der Deutschen Bank (WKN DT4BRT) mit dem Hebel (Faktor) von 4 auf ein solches Szenario setzen. Wer aber als spekulativer Anleger eher Short orientiert ist und auf fallende Ölpreise bei der Sorte Brent setzen möchte, erhält mit einem Faktor-Short-Zertifikat der Deutschen Bank (WKN DT4BST) mit dem Hebel (Faktor) 4 die Gelegenheit dazu.

Stand: 07.01.2016/ Ein Gastkommentar von Nicolai Tietze, Direktor db x-markets

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